„Die Einheit Europas war ein Traum weniger. Sie wurde eine Hoffnung vieler. Sie ist heute eine Notwendigkeit aller“
(Konrad Adenauer)


Die Europäische Union. Wir alle leben in einem vereinten, freien Europa. Wir sind Teil einer Vereinigung von Ländern, die sich zur Aufgabe gemacht haben, Frieden und Wohlstand für jedes einzelne Land der Europäischen Union zu sichern. Wir sind Europäer. Bewohner eines Kontinents, aus den verschiedensten Ländern mit unterschiedlichen Kulturen, Traditionen und Sprachen, jedoch mit demselben Traum, mit demselben Ziel, mit derselben Vision: Ein Europa. – In Vielfalt geeint (Unit in diversity – Motto der EU).

Wir alle kannten das Konzept Europas, hatten von der Bedeutung der Europäischen Union gehört und uns mit ihren Aufgaben und Zielen bereits beschäftigt und doch sollten wir in den folgenden drei Tagen ein völlig neues, ein verändertes Bild von Europa erlangen und einen Blick hinter die Kulissen wagen.

Was bedeutet es wirklich, Entscheidungen zu treffen, wenn 28 Mitgliedsstaaten davon betroffen sein werden und jeder seine eigenen nationalen Interessen durchsetzen möchte? Welche Auswirkungen hat die Aufnahme eines weiteren Mitgliedstaates auf die Europäische Union und welche Gefahren oder Chancen verbergen sich dahinter? Wie schwer ist wirklich eine europäische Richtlinie zu schaffen, die alle Staaten der Europäischen Union bereit sind einzuhalten?

All dies waren Fragen, mit denen wir uns im Laufe der drei Tage beschäftigt haben und auf die wir versucht haben, Antworten zu finden.

Am Montagmorgen, dem 25.01.2016, begann unsere Reise durch das Geflecht der Europäischen Union. An diesem Tag beschäftigten wir uns mit dem Planspiel „Balkan“. Unsere Aufgabe war es im Laufe des Tages, drei verschiedene europäische Institutionen zu bilden und in diesen darüber abzustimmen, welche Länder in Zukunft die Chance erhalten sollten, Teil der Europäischen Union zu werden, indem wir diesen einen Kandidatenstatus verliehen.

Wir alle nahmen eine neue Identität an und wurden zu Politikern der Europäischen Union, zu Vertretern der Mitgliedsstaaten oder zu Reportern nationaler und internationaler Zeitungen.

Nachdem wir uns allgemein mit den Institutionen und ihren Aufgaben und den Entscheidungsfindungsprozessen in der EU befasst hatten, wurde die Diskussion in der Europäischen Kommission, im Europarat und im Rat der Europäischen Union eröffnet.

Sollte nun Mazedonien, Montenegro oder die Türkei in die EU aufgenommen werden? Vielleicht sogar alle drei? Oder nur ein Land?

Nicht selten kam es zu Unstimmigkeiten, hitzigen Debatten oder nüchternen Aussagen der Regierungschefs bzw. der Vertreter der Mitgliedsstaaten, die wir alle so realitätsnah wie möglich versuchten darzustellen. Die Vertreter der Presse versuchten währenddessen, in den verschiedensten Überschriften und Artikeln das Geschehen innerhalb der einzelnen Institutionen zu spiegeln.

Nachdem immer wieder gegensätzliche Meinungen innerhalb einer oder mehrerer Institutionen aufeinander geprallt sind, konnten wir das erste Mal nachvollziehen, weswegen die Entscheidungsfindung innerhalb der Europäischen Union einen solchen langjährigen Prozess darstellt.

Auch wir konnten uns nur darauf einigen, dass Montenegro als einziges Land den Kandidatenstatus erhielt und somit die Chance bekam, zukünftig Teil der Europäischen Union zu werden. Hier zeigte sich wie schwierig wirklich ein solcher Entscheidungsprozess ist.

Mit dieser Erfahrung machten wir uns am nächsten Tag, dem 26.01.2016, auf den Weg nach Brüssel – einer Stadt, die bedeutend für Europa und vor allem für die Europäische Union ist. Immerhin stellt sie den Hauptsitz der Europäischen Union dar.

In Brüssel befinden sich unter anderem das Europäische Parlament, die Europäische Kommission und der Rat der Europäischen Union.

Doch bevor wir Gelegenheit erhielten, das Europäische Parlament einmal von innen betrachten zu dürfen, statteten wir morgens dem Ausschuss der Regionen einen Besuch ab.

Während eines Vortrages erfuhren wir, dass der Ausschuss der Regionen eine politische Versammlung der lokalen und regionalen Gebietskörperschaften im institutionellen Gefüge der Europäischen Union ist und dort Interessen dieser vertreten werden.

Interessant war auch, dass in diesem Gebäude zuvor das Europäische Parlament ansässig war und wir uns in dem damaligen Plenarsaal befanden.

Anschließend durften wir während einer Mittagspause traditionelle Pommes im Herzen der Innenstadt Brüssels genießen und auf eigene Faust die Stadt erkunden.

Ob Sehenswürdigkeiten oder einer Menge Geschäfte zum Einkaufen von Souvenirs, kleinen Snacks wie den traditionellen Pralinen oder den besonderen Waffeln, Brüssel konnte mit einigem dienen. So schien es als würde die Zeit wie im Flug vergehen und kurz darauf befanden wir uns bereits im Europäischen Parlament.

Dort hatten wir die Möglichkeit ein Gespräch mit einem Mitglied des Europäischen Parlaments, Herbert Reul (Vorsitzender der CDU/CSU-Gruppe im EP), zu führen und ihm besonders kritische Fragen zu der Europäischen Union, dem Institutionsgeflecht und den aktuellen Problematiken zu stellen.

Außerdem diskutierten wir über die Frage nach der Zukunft Europas – was wird geschehen, wenn das Referendum in Großbritannien positiv ausgehen wird? Was geschieht, wenn sich die Lage in Ungarn und Polen verschärft und Frankreich seine EU-Politik nicht verstärkt? Wird Europa zusammenbrechen und gibt es Alternativen zu dem heutigen Europa?

Fragen wie diese konnte uns auch Herbert Reul nicht beantworten und so werden wir vermutlich erst in einigen Jahren mögliche Antworten finden können.

Abschließend wurden wir in den Plenarsaal des Europäischen Parlaments geführt und stellten Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu dem Bundestag fest. Auch wurde uns der Grund für die verschiedenen Tagungen in Brüssel und Straßburg erklärt.

Nach diesem ereignisreichen Tag und den vielen neuen Eindrücken aus Brüssel machten wir uns wieder auf den Weg zurück. Einige unserer Fragen konnten uns beantwortet werden und das, was wir am Tag zuvor im Planspiel simulierten, konnten wir in Brüssel hautnah erleben.

Auch der letzte Tag, der 27.01.2016, sollte uns nochmal einen neuen Blickwinkel auf die Europäische Union ermöglichen. An diesem Tag sammelten wir verschiedene Zitate, Eindrücke, Bewertungen wie auch Definitionen zu Europa von ausgewählten Persönlichkeiten.

Auffällig war, dass diese von 400 v. Chr. bis ins Jahr 2013 reichten und so schon vor Jahrtausenden von Jahren die Menschen von einem gemeinsamen Europa träumten und diese Idee in ihren Köpfen vorhanden war, doch es erst seit wenigen Jahrzehnten das Europa, wie wir es heute kennen, gibt.

Passend dazu sollten wir unsere ganz eigene Definition zu Europa verfassen, die teilweise sehr kritisch oder idealistisch („Jeder will mitfahren, keiner will Sprit zahlen“) waren und bis zu einer Ausdifferenzierung zwischen Europa, EU und den Euro-Ländern reichten.

Zum Schluss erhielten wir die Aufgabe, die Zukunft der EU in zehn Jahren, im Jahr 2026, in vier verschiedenen Perspektiven darzustellen. Es reichte von einer blumigen Zukunft bis hin zu dem „Worst Caste Scenario“. Die Wahrheit über die Zukunft der EU lässt sich nur erahnen und wird vermutlich in der Mitte von beidem liegen.

Rückblickend waren diese Tage eine besondere Erfahrung für alle von uns und ermöglichte jedem einen tieferen Einblick in das Geflecht der Europäischen Union. Das Verständnis wurde verstärkt und Entscheindungfindungsprozesse können nun von uns besser nachvollzogen werden.

„Lasst uns ein Europa schaffen, dass sowohl sokratisch wie christlich ist, gleichzeitig voll Zweifel und Glauben, voll Freiheit und Ordnung, voll Vielfalt und Einheit“ (Salvador de Madariaga y Rojo)

Kimberley Franken Q2

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