Bei der diesjährigen und 51. Internationalen Chemie-Olympiade IChO, die für Deutschland vom Leipniz-Institut in Kiel organisiert wird, konnten sich zwei Schüler und eine Schülerin des Michael-Ende-Gymnasiums nach der Bearbeitung kniffligster Aufgaben für die zweite Runde qualifizieren. In einer der Aufgaben musste ein fiktiver Giftmord in London aufgeklärt werden. Chen Chen Ye, Simon Weckop (beide Leistungskurs Chemie Q2) und Michael Schulz (Q1) mussten sich selbständig in Themengebiete der Chemie einarbeiten, die erst später im Unterricht oder an der Universität behandelt werden. Sie erschlossen sich die Feinheiten der Marsh’schen Probe und des Trennungsganges und konnten letztendlich das tödliche Schwermetall identifizieren und einem Verdächtigen zuordnen.

Lennart Kaeten Ann Katrin Steinfals Simon Weckop Chen Chen Ye und Ulf RheindorfChristian Schulz

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine weitere Aufgabe forderte ganz andere Kompetenzen: Kleopatra – ihre Schönheit, ihre Macht, ihr tragisches Ende und was Chemie damit zu tun hat. Mit dem Gelernten aus dem Chemieunterricht und sehr viel Eigeninitiative konnten die drei die Relevanz der Naturwissenschaften für das damalige und heutige tägliche Leben aufzeigen. Die Beautychemikalien der schönen Pharaonin mussten hinterfragt werden, ebenso das Reinigen und Färben von Kleidern und Teppichen oder das unerwünschte Ableben durch Schlangengift oder durch mit Bleiacetat vergiftetem Wein. 

Da Chen Chen, Simon und Michael zu den Besten in Deutschland zählten, qualifizierten sie sich für die 2. Runde der Chemie-Olympiade. Stöchiometrische Gleichungen, Gravimetrie, Berechnen von Redoxpotentialen, räumliche Anordnung von Konstitutionsisomeren, Thermodynamik und Koordinationschemie brachten die Köpfe in der mehrstündigen Klausur zum Rauchen. Für das Deutschlandfinale in Kiel reichten die guten Resultate nicht ganz, alle drei können den Eventualitäten des Zentralabiturs und den Anforderungen eines naturwissenschaftlichen Studiums aber mit großer Gelassenheit entgegensehen.

Die Internationale Chemie-Olympiade ist ein Wettbewerb, in dem Schüler und Schülerinnen ihre Leistungen bei der Bearbeitung theoretischer und experimenteller Aufgaben aus dem Bereich Chemie miteinander messen. Durch diese Wettbewerbe werden die internationalen Beziehungen auf dem Gebiet der Schulchemie gefördert. Die Internationale Chemie-Olympiade dient auch zur Anknüpfung persönlicher Beziehungen zwischen angehenden Naturwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern verschiedener Länder. Pro Land qualifizieren sich maximal vier Teilnehmer.

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