Referenten3Das Thema der Facharbeit. Ein Thema, das erstmal viele Fragen aufwirft. Löst in manchen Fällen schon Panik aus sobald „Wissenschaftliches Arbeiten“ auch nur erwähnt wird.

Wie also führt man Jugendliche an dieses Thema heran?

Oft lernt man am Besten indem man Informationen mit unmittelbarer Praxis kombiniert, ein Prinzip, das im Falle der Facharbeit in Workshops von der Hochschule Niederrhein umgesetzt wird.

Am Freitag, dem 7.12 und am Freitag, dem 14.12 fährt die Q1 des Michael Ende Gymnasiums also nach Mönchengladbach um die Grundlagen des Wissenschaftlichen Arbeitens zu erlernen.

Die zwei Schwerpunkte: Themenfindung und Literaturrecherche.

Die erste Hälfte des Workshops zur Themenfindung findet nach einem generellen Überblick in Kleingruppen von drei Leuten mit dem gleichen Fach statt.

Zusammen wird ein generelles Thema gefunden und eingegrenzt. Zum Beispiel in Biologie wird das allgemeine Thema „Essstörungen“ zu „Bulimie“ eingegrenzt und die Fragestellung „Wie kann das Umfeld von Bulimie-Erkrankten zu einer Besserung beitragen?“ erarbeitet. In Englisch wird aus dem Thema „American Dream“ „The struggle between appearances and reality“ und um die Arbeit weiter einzugrenzen werden jeweils zwei Charaktere aus zwei Dramen als Beispiel gewählt. Ein finales Thema könnte also sein: „The struggle between appearances and reality in the American Dream presented in ‚ A Streetcar Named Desire‘ and in ‚The Pushcart Peddlers‘ “. Plenum2

Generell sollten Zeit, Raum, Akteure und Anwendung von einem Oberthema eingegrenzt werden.

Die zweite Hälfte des Workshops befasst sich mit Literaturrecherche und ist in sich erneut unterteilt.

Der erste Schritt beschäftigt sich mit der Recherche an sich. Das Internet sollte nicht als einzige Quelle genutzt werden, ist allerdings sehr nützlich um angemessene Literatur zu finden, wenn man weiß, wo man suchen soll. Suchmaschinen wie Google Scholar oder auch die Quellenangaben von Wikipedia können hilfreich sein.

Um herauszufinden, welche Quellen man braucht, wird das Prinzip des „Clustering“ vorgestellt, eine vereinfachte Form der Mindmap, die dazu dient sich einen Überblick über das eigentliche Thema zu verschaffen.

Referenten2Der zweite Schritt besteht aus der Auswahl qualitativer Literatur. Zitierfähige Quellen oder nicht zitierfähige Quellen können vollständig über den Ausgang einer Facharbeit entscheiden. Wer sich auf Lehr- und Fachbücher von zum Beispiel wissenschaftlichen Hochschulen oder Universitäten bezieht, hat bessere Chancen ein gutes Ergebnis zu erzielen, als jemand, der sich auf Publikumszeitschriften, nicht veröffentlichte Diplomarbeiten oder ausschließlich auf Wikipedia bezieht.

Auf diese Informationen folgt erneut ein praktischer Teil: Anhand dieser Kriterien sollen die Gruppen Quellen zu ihrem früher erarbeitetem Thema finden, was sich in dieser kurzen Zeit je nach Thema als kompliziert herausstellt, aber jeder bekommt einen deutlichen Eindruck von Literaturrecherche.

Schlussendlich trägt dieser Workshop dazu bei, dass jeder Schüler mehr als nur Panik mit dem Thema Facharbeit verbindet.

 

Text: Clara Müller, Q1