Auszug der Qualitätsanalyse durch das MSW NRW:
  • Pflege einer lebendigen und wertschätzenden Schulgemeinschaft mit ungewöhnlich vielfältigen Bildungsangeboten
  • Beispielgebende Forder- und Förderangebote über Profilbildung, Unterstützungsmaßnahmen und den Blick auf jeden einzelnen Schüler
  • Vorbildliche Entwicklung der personalen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler
  • Hohe Identifikation aller Beteiligter mit ihrer Schule und sehr gute informelle Zusammenarbeit aller Gruppen

Auschwitz2

Ein Bericht von Rabea von Zons (Q2, Jahrgang 2017/18):

Die fünf Tage in Oświęcim waren nicht nur unglaublich lehrreich, sondern auch unfassbar berührend, weil wir uns danach besser in die Lage der Menschen versetzen konnten, die unter dem Na­tio­nal­so­zia­lismus und in den Konzentrationslagern gelitten haben und gestorben sind. Wir haben in den Ta­gen viel über das jüdische Leben in Polen und Europa gelernt und auch einen Eindruck in die reiche pol­nische Geschichte erhalten, indem wir verschiedene Museen und Synagogen besuchten und an Stadt­führungen durch Krakau und Oświęcim teilnahmen; zum Beispiel lernten wir den Aufbau eines jü­dischen Stadtviertels kennen oder die Unterscheide zwischen liberalem und orthodoxem Ju­den­tum.

Außerdem haben wir den Ort gesehen, der uns nur aus Dokumentationen und von schwarz-weiß-Fo­tos bekannt war: Auschwitz – das Konzentrations- und Vernichtungslager.

Unser erster Besuch vor Ort galt Auschwitz I, dem sogenannten politischen Lager. Es ist das kleinere La­ger und fungiert heute als Museum. Hinter Glasscheiben konnten wir einen Blick auf die Massen an per­sönlichen Gegenständen werfen, die den Opfern geraubt worden sind: Töpfe, Schuhe, Kleidung und Brillen, aber auch Prothesen und Haare, die ihnen teils noch vor, aber oft auch nach dem Tod ab­ge­nommen wurden, wie z.B. beim Ausbrechen der Goldzähne.

An den Wänden standen Zitate oder hingen verschiedene Bilder. Bilder von Häftlingen, den aus­ge­hun­gerten Körpern, der Rampe, Kindern. In einem Behälter, einem etwa ein Kubikmeter großen Glas­ge­fäß, war die Asche von verbrannten Opfern ausgestellt. Während einige von uns noch Probleme hat­ten, zu begreifen, wie viele Menschen für so einen Haufen Asche sterben mussten, erklärte uns un­sere Museumsbegleiterin, dass es sich nur um einen geringen Bruchteil der Asche der verbrannten Men­schen handelte.

In jeder Baracke des Lagers wird den Besuchern eine unterschiedliche Ausstellung präsentiert: Bilder, Ak­ten, Materialien. Die Kammern, die zur Folter benutzt worden sind, insbesondere die „Stehzellen“, und die Räume, die dem NS-Arzt Mengele zu Verfügung standen, waren besonders schockierend.

Um eine Strafe in der Stehzelle zu erhalten, musste der Häftling nicht einmal etwas tun. Die Na­tio­nal­so­zialisten gingen äußerst willkürlich mit den Häftlingen um. Wenn man einen Fehler machte, einfach in die Gegend starrte oder einem Aufseher aus irgendeinem Grund missfiel, konnte man z.B. mit meh­reren Wochen in der Stehkammer bestraft werden.

Eine Stehkammer ist ein Raum von etwa einem Quadratmeter Fläche, in den man nur durch einen klei­nen Einlass von etwa 50cm Durchmesser krabbelnd gelangen kann. Den Raum teilte man sich mit drei weiteren Häftlingen und musste stehend die Nacht verbringen, manchmal bis zu zwei Wochen lang; eine Möglichkeit zur Toilette zu gehen, gab es nicht, nach dem Verschließen des Einlasses war die Kammer stockdunkel – und am nächsten Morgen musste der Häftling wieder seine Arbeit ver­rich­ten. Die Folge einer solchen Strafe war meist schon nach wenigen Tagen der Tod.

Auschwitz I war stark von Touristen besucht. Gesprächsfetzen, die wir mitbekamen, deuteten darauf hin, dass die Besucher aus allen Teilen der Welt kamen. An der Todesmauer lagen frische Blu­men­sträu­ße, die die Besucher oftmals mitbrachten, um den Verstorbenen ihren Respekt zu zollen und ihre Trauer zu zeigen.

Auschwitz3

Am nächsten Tag ging es nach Auschwitz II: Birkenau. Obwohl unsere Begleiterin uns am Vortag da­rauf vorbereitet hatte, dass dieses Lager um einiges größer sei, war das Erste, das sich im Bus aus­brei­tete, ein ungläubiges Staunen wegen der scheinbar sich unendlich lang erstreckenden Stachel­draht­zäune. Insgesamt sind die Lagerbereiche und das sogenannte Interessensgebiet, das die Na­tio­nal­sozialisten um die drei Teillager errichteten, fast vierzig Quadratkilometer groß. Das sind über 5600 Fußballfelder, fast so groß wie die Fläche der Stadt Tönisvorst. Die heute Besuchern zugängliche Fläche beträgt etwa 191 Hektar. Birkenau ist riesig. Und alles von einem etwa vierzehn Kilometer lan­gen elektrischen Stacheldrahtzaun umrahmt, der oftmals auch zum Freitod als letztem Ausweg aus dem Lager diente.

Auschwitz1

Als wir dann an den uns von Bildern bekannten Orten standen, an der sog. „Rampe“, in den Ba­racken, vor den Überresten der Gaskammern und den Asche-Seen war uns der Ort fremder denn je. Be­sonders berührt haben uns die Baracken der Kinder. Die Wände waren löchrig und kalt, aus den Bret­tern, die als Schlafplatz dienten, ragten Nägel heraus, und in der Luft lag ein merkwürdiger Ge­ruch.

Andere Baracken befanden sich in einem noch schlechteren Zustand: nur wenige Insassen konnten in ge­mauerten Baracken schlafen, der Großteil wurde in Holzbaracken, ursprünglich Pferdeställe, un­ter­ge­bracht. Es gab einen Ofen, der wegen der schlechten Architektur der Baracken und dem fehlenden Brenn­stoff im polnischen Winter kaum Wärme spenden konnte. Auch waren die Holzpritschen, die als Betten dienten, so überfüllt, dass auf etwa drei Quadratmetern in drei Schichten übereinander bis zu zwanzig Personen schlafen mussten. Leicht nachzuvollziehen, dass sich bei den zudem ka­tas­tro­pha­len hygienischen Zuständen im Lager Infektionskrankheiten rasend schnell ausbreiteten und wes­halb so viele Häftlinge an ihnen sterben mussten. Bis zu 1200 Personen in einer Baracke, die ur­sprüng­lich für fünfzig Pferde gedacht war.

Jeder Tag muss ein Kampf ums Überleben gewesen sein, und mehr als einmal haben wir uns bei der Fra­ge erwischt, ob der Tod in den Gaskammern aus der Perspektive der Opfer nicht vielleicht doch noch der menschlichere, aber bestimmt der schnellste Weg in die ewige Freiheit war, als durch bit­te­re Kälte, Hunger, Krankheit, Erniedrigung und Folter zu sterben.

Aber es gab auch Überlebende. Menschen, die Auschwitz entkamen – aus den unterschiedlichsten Grün­den. Dass wir die Möglichkeit hatten, die Geschichte des Zeitzeugen Prof. Dr. Dlugoborski zu hö­ren, empfanden wir daher alle als besondere Bereicherung.

Die Führungen, das Zeitzeugengespräch sowie das Studium von Akten im Archiv der Internationalen Ju­gendbegegnungsstätte und der Film „Die letzten Tage“ von Steven Spielberg erweiterten nicht nur un­ser Wissen, sondern veränderten auch uns und machten uns empathischer und sensibler, aber gleich­zeitig stärker und vielleicht ein bisschen erwachsener.

Vermutlich wird jedem von uns Auschwitz als Ort in Erinnerung bleiben, an dem nie die Sonne scheint. Ein Ort der Trauer und der Stille. Und obwohl wir uns verändert haben und mit schrecklichen Bil­dern in Berührung kamen, war es kein Fehler, an der Studienfahrt teilgenommen zu haben. Wir ha­ben es uns zur Aufgabe gemacht, kein Opfer zu vergessen und aus den Fehlern der Vergangenheit zu ler­nen.

Auschwitz Gruppe

Schulprofil

Sponsoren

Sparkasse Krefeld

Ostwall 155
47798 Krefeld

Tel.: 02151/68-0
www.sparkasse-krefeld.de

plast
laminiertechnik

Kaschieren, Laminieren, Veredeln

Wilhemplatz 2
47918 Tönisvorst

Tel.: 02151/792579
www.plast-laminiertechnik.de

Paracelsus
Apotheke

Inh.: Heike Hölzl

Hochstr. 43
47918 Tönisvorst

Tel.:02151/970650

BÄREN-APOTHEKE

Krefelder Str. 1
47918 Tönisvorst

Tel.: 02151/798825
Fax: 02151/790363

Schreibwaren
Schwirtz

Erika Schwirtz

Hochstr. 3a
47918 Tönisvorst

Tel.:02151/970638
Fax: 02151/791682

Fleischer
Fachgeschäft

Jürgen Wenders

Willicher Str. 24
7918 Tönisvorst

Tel: 02151/790140

Hirsch Apotheke

Inhaber: Ralf Weckop

Hochstr. 3
47918 Tönisvorst

Tel. 02151/790248

K. & A. Panzer GbR

Unterweiden 140
47918 Tönisvorst

Tel.: 02151/994722
Fax: 02151/994721

Volksbank Krefeld eG
Dionysiusplatz 23
47798 Krefeld
Telfon 02151 5670-0
www.vbkrefeld.de

Automotive-Service
Autovermietung Logistik

Kuhleshütte 30-32,
47809 Krefeld

Maysweg 15
47918 Tönisvorst
Tel.: 02151/791704

www.moebel-klauth.de

nach oben